Sufizentrum Braunschweig
  Kritik an der Quantentheorie
 




Kritik an der Quantentheorie

Was genau bedeutet ZUFALL?

 

Mephisto: “...Denn eben wo Begriffe fehlen,

da stellt ein Wort zur rechten Zeit sich ein.”

Goethe, Faust I.

 

Kann es Kritik an der erfolgreichsten und unumstösslichsten wissenschaftlichen Theorie aller Zeiten überhaupt geben ? Ja sehr wohl ! wenn unsere Kritik sich nicht auf die tatsächlich äußerst genau bestätigte mathematische Theorie, sondern auf deren Standardinterpretation, die “Kopenhagener Deutung” bezieht. Und jene ist in den 70 Jahren ihres Bestehens schon häufig kritisiert worden. Als deren Kern kann man die Ansicht bezeichnen, daß man für physikalische Ereignisse grundsätzlich nur die Wahrscheinlichkeit ihres Eintretens berechnen kann, ihr tatsächliches Eintreten oder Nichteintreten sei aber rein zufällig. Dies bedeutet im Grunde, man definiert als tiefste nicht mehr hinterfragbare Grundlage aller Dinge blinden sinnlosen ZUFALL. Eng verknüpft mit einem solchen Weltbild ist eine weitere Grundsatzfrage. Seit den Tagen Darwins streiten Evolutionisten und Kreationisten um die Frage, ob die Evolution der Organismen auf ZUFALL beruht, oder ob eine steuernde Intelligenz dafür notwendig ist, die von den Religionen der Welt als der Schöpfer des Universums verehrt wird. Könnte man die Notwendigkeit einer solchen Intelligenz demonstrieren, so wäre dies ein Gottesbeweis. Obwohl sich gerade in letzter Zeit die Indizien häufen, daß eine Evolution ohne planende Hand gelinde gesagt extrem unwahrscheinlich ist, hält man an dieser These fest, weil ja alles in diesem Universum der Quantentheorie gehorcht und diese auf ZUFALL beruhe. Festgeründet auf ihrer Philosophie des ZUFALLS bemühen sich Physik und Biologie unter Einsatz von Milliarden von Steuergeldern zu zeigen, daß ein planender, lebendiger Gott, zur Erklärung der Welt entbehrlich ist. Was aber entbehrlich ist gilt nach der “positivistischen” Denkschule der Naturwissenschaft auch als nicht existent. Hier stellt sich die psychologische Frage: Wie muß ein Mensch beschaffen sein, der es als seine vordringlichste Aufgabe ansieht, der Welt die Entbehrlichkeit Gottes weiszumachen ? Und darauf folgt die politische Frage: Was sind das für Interessen, die hinter einem solchen Wahnsinnsunternehmen stehen ? Doch dies soll nicht Gegenstand dieser Erörterung sein. Wir behaupten und werden es im Folgenden erweisen, daß es eine reine Gewissensentscheidung des Einzelnen ist, ob er glauben will, daß

a) Alles auf ZUFALL beruht, oder

b) Nichts auf ZUFALL beruht

und das Universum ein planvoll geordneter Kosmos ist. Kompromisse zwischen diesen beiden Polen würden sich wohl, bei genauerer Untersuchung als widersprüchlich erweisen, denn wo wäre dann die Grenze zu ziehen, was noch dem ZUFALL unterläge und was nicht mehr ? Während Entscheidung b) die Existenz einer schöpferischen Intelligenz zumindest nahelegt, erfordert Entscheidung a) ein gewaltiges Maß an Glauben, nämlich an mysteriöse, geradezu wundersame Zufälle.   


Wir bemühen uns im Folgenden zu zeigen, daß die nihilistische Naturphilosophie keineswegs objektive Wissenschaft betreibt, wie sie gerne glauben machen möchte, sondern in ihren teilweise unausgesprochenen Prämissen, (die aber aus bestimmten Schlußfolgerungen mühelos zurückgewonnen werden können), Züge eines dogmatischen und fanatischen Kultes trägt. Ein Umstand der schon dem berühmten Wissenschaftsphilosophen Karl Popper unangenehm auffiel.

 

Position des Autors

 

Im Einklang mit allen heiligen Schriften und für die Wissenschaft unwiderlegbar, bin ich der Auffassung, daß es einen allmächtigen Schöpfer der Universen gibt, der in diesen offenbarten Büchern Aussagen über die Erschaffung der Welt, des Lebens und insbesondere des Menschen macht. Dabei wird die tatsächliche Bedeutung dieser Schöpfungsberichte nicht mit der oberflächlichen Wortbedeutung übereinstimmen, was aber den Eingeweihten schon immer bekannt war und durch neueste Entdeckungen wie den Thoracode (3), nur eindrucksvoll bestätigt wird. ER hat diese Schöpfung aufgrund seines unendlichen Vorauswissens und seiner unendlichen Vorausplanung erschaffen und ER informiert uns, daß es darin keinerlei planlosen ZUFALL im Sinne der Quantentheorie gibt. Um den Fehler, der hier sicher nicht in den Details der Theorie liegt, aufzudecken, ist es erforderlich, etwa im Sinne Kants, erst einmal die ihr zugrundeliegenden Kategorien und Axiome daraufhin zu überprüfen, ob nicht schon hier, durch bewußte oder unbewußte Entscheidungen im Vorfeld, das spätere Ergebnis vorprogrammiert wird. Offenbar ist dieses Wörtchen ZUFALL bzw. die ihm zugeschriebenen Bedeutungen von großer Wichtigkeit.   

 

Verschleierung der Wirklichkeit durch Mutation des Begriffes “ZUFALL”.

 

Die ursprüngliche Bedeutung des Wortes Zu-fall ergibt sich aus der Bedeutung seiner Bestandteile. Es deutet an, daß uns etwas gezielt zuteil wird, also in vom Schicksal geplanter Weise zu-fällt. Dieses Wort wurde dan

n für den mathematischen Zufallsbegriff entfremdet, der sich herausbildete als man daranging die Gewinnchancen von Glücksspielen zu berechnen. Beim Glücksspiel drückt das Wort Zufall unsere Unfähigkeit aus, das Resultat des Spieles tatsächlich vorauszuberechnen, während an der grundsätzlichen Berechenbarkeit, -bei bekannter Geschwindigkeit, Drall, Anfangspunkt...- nicht gezweifelt wird. Diesen Sachverhalt nehmen wir hier als den gewöhnlichen Sinn des Wortes Zufall. Wichtig ist, daß dem Begriff vor der Einführung der Quantentheorie keine Realbedeutung zugeschrieben wurde, es handelte sich vielmehr um eine Hilfsgröße, ein Ausdruck für unsere Unkenntnis der detaillierten Ursachen eines Vorganges, ohne aber am Vorhandensein solcher Ursachen im geringsten zu zweifeln. In der Quantentheorie wird nun dieser bereits entfremdete Begriff derart entstellt, daß die ursprüngliche vom Worte selbst gespiegelte Bedeutung in ihr genaues Gegenteil verkehrt wird.


ZUFALL wird in der agnostischen Naturphilosophie derart definiert, daß eine Sache ohne tieferen Sinn und Bedeutung so ist, wobei sie genausogut auch anders sein könnte. Dahinter steckt die unausgesprochene Prämisse, daß das So oder Anderssein von Zuständen in der Natur grundsätzlich belanglos ist.

Die Quantentheorie meint hier insbesondere irreduziblen ZUFALL und verneint die u.a. von Einstein verfochtene Existenz sogenannter verborgener Variablen, die aus dem scheinbaren Zufall wieder Notwendigkeit machen. Das Wort Variable meint eine rechnerisch erfassbare, wenn auch zunächst unbekannte, Größe. Während die Unmöglichkeit von lokalen verborgenen Variablen in den 60erJahren durch Bells Theorem bewiesen wurde, besteht immer noch die Möglichkeit einer örtlich unbegrenzten, also globalen verborgenen Variable, für die “Gott” sicher ein schöneres Wort wäre.

Es handelt sich beim, fortan großgeschriebenen, irreduziblen ZUFALL, um die Übertragung einer völlig neuen, bis dahin unbekannten Bedeutung auf ein altbekanntes Wort, nämlich den gewöhnlichen Zufallsbegriff, etwa im Sinne der Frage: “Auf welche Zahl fällt die Roulettekugel ? ”.

 

Quantentheorie  einmal ohne ZUFALL

Was bedeutet die Nichtexistenz von verborgenen Variablen ?

 

Die heisenbergsche Unbestimmtheitsbeziehung sagt aus, daß man bestimmte, sogenannte “komplementäre” Paare von Größen nicht gleichzeitig scharf messen kann. * Mißt man die eine Größe sehr genau, so wird die andere notwendigerweise unbestimmt. Dies erscheint, nach heutigem Wissensstand, als eine fundamentale Gesetzmäßigkeit ohne jede Ausnahme. (S. Hawking: “Eine kurze Geschichte der Zeit”). Was aber, wenn sie nur die unüberschreitbare Grenze mathematischer Naturbeschriebung festlegt ? Nach diesem Verständnis bezeichnet die Unbestimmtheitsrelation, einfach die Grenze dessen, was berechenbar ist und wo steht geschrieben, daß alles Seiende notwendig berechenbar sein muß ?

Wenn nun Ereignisse auf der Elementarteilchenebene zwar gesteuert sind, aber nicht im Sinn eines vorausberechenbaren Mechanismus, sondern im Sinne eines freien Willensaktes, so fällt dies nicht unter den Begriff  “verborgene Variable”.

Die Nichtexistenz einer solchen verborgenen Variablen bedeutet aber nicht einfach  NICHTS, sondern eine Freiheit vom (mathematisch fassbaren) Naturgesetz. Durch die Existenz solcher Freiheit wird verhindert, daß die Welt langweilig und mechanisch wird. Dadurch, daß sie auf subatomare Dimensionen beschränkt ist, wird hingegen verhindert, daß der Makrokosmos chaotisch wird. Auch hier stoßen wir auf ein Paar komplementärer Größen, nämlich Freiheit/Gesetz oder Ordnung/Chaos.

Man könnte sagen, daß bereits Elementarteilchen sich ihr gegebenes Maß an Freiheit unter keinen Umständen nehmen lassen, sie handeln innerhalb der Grenzen, die die Unbestimmtheitsbeziehung festlegt selbstständig !

Selbstständig, mit freiem Willen, heißt aber: nicht reproduzierbar und Naturwissenschaft ist mitnichten eine Lehre aller Naturvorgänge, sondern erfaßt der Definition nach nur reproduzierbare Naturvorgänge. Die Quantenmechanik kennt nun Einzelereignisse die in keiner Weise für uns vorausberechenbar sind und macht sich folgender unberechtigter Gleichsetzung schuldig. “ Ohne für unseren Verstand erkennbare Ursache “ =  “Überhaupt ohne Ursache “ = reiner ZUFALL, wobei ZUFALL eben jetzt im Gegensatz zum Roulette- kugelbeispiel ohne jegliche Ursache bedeuteten soll. Das heißt man behauptet: “Was sich mit naturwissenschaftlichen Mitteln nicht erkennen läßt, existiert auch nicht”. Für Letzteres bleibt man den Beweis natürlich schuldig. Nachdem man in dieser Weise alles nicht Reproduzierbare, bzw. wissenschaftlich nicht Nachweisbare = 0 definiert hat, verlagert man diese Definition ins Unbewußte und folgert “aus der Physik”, daß Solches auch nicht existiert.

Das ganze Denkgebäude läuft darauf hinaus, per Axiom festzulegen, daß es außerhalb der Naturwissenschaft keine Erkenntnismöglichkeit gibt. Diese logische Schwäche hat aber gravierende Nachteile für den Menschen:  

Die Sicht eines im obigen Sinne irreduzibel ZUFALLsgläubigen, (denn weder die Existenz noch die Nichtexistenz eines solchen ZUFALLs ist beweisbar im Sinne der Naturwissenschaft), ist leider völlig getrübt für die wunderbare Sinnhaftigkeit, ja den Humor, mit dem der Erhabene die  “ZUFÄLLE” arrangiert ! Falls er dabei innerhalb der “ZUFALLsgrenzen” der Quantenmechanik bleibt, wird dies von seinen notorischen Leugnern auch niemals entdeckt werden. Durch die Anwendung statistischer Betrachtungsweisen tritt nämlich zwangsläufig ein Informationsverlust ein. Nach dem Motto mancher Manager: “Ich will nur wissen was hinten rauskommt, die Details interessieren mich nicht”.

Keineswegs kann aus statistischer Gesetzmäßigkeit für große Zahlen von Ereignissen lapidar auf Abwesenheit von absichtsvollen Kräften geschlossen werden kann. Statistik läßt sich z. B. auch auf Wahlen anwenden, obwohl die Einzelentscheidungen doch, (hoffentlich), auf Bewußtseinsprozessen und nicht auf blindem ZUFALL beruhen. Auch die Bewegungen von Menschen in einer Großstadt, würden besonders im langfristigen Mittel, einer statistischen Gleichverteilung ziemlich nahe kommen, während ein Individuum auf Befragung wohl bestreiten würde, daß seine Bewegungen auf nichts als ZUFALL beruhen. Die Statistik beweist an sich weder An- noch Ab-wesenheit einer bewußten Steuerung ! 

Trotzdem impliziert der Zufallsbegriff in seinem Anwender unwillkürlich die Abwesenheit von Sinn, was sich aber wie wir am Beispiel der Wahlen gesehen haben mit statistischen Methoden gar nicht erfassen läßt, sondern vom Physiker in aller Selbstverständlichkeit vorausgesetzt wird. Aufgrund der Quantenmechanik ist man nicht in der Lage zu entscheiden, ob das im Einzelfall unvorhersehbare Verhalten von Elementarteilchen auf ZUFALL oder auf einem Bewußtseinsprozeß beruht. Hier stellt sich wieder eine Grundsatzentscheidung, nämlich entweder

a) jedem noch so kleinen Objekt im Universum die Eigenschaft “ Bewußtsein “ zuzuschreiben, (was der Lehre einiger mystischer Schulen entspricht), oder

b) überhaupt keinem, wie es der noch dominierende, Materialismus tut.

Im letzteren Fall steht man vor dem turmhohen Fragezeichen des sogenannten Leib-Seele Problems, d.h. zu erklären, wie dann unser doch wohl realvorhandenes Bewußtsein, aus toter Materie zustandekommt. Dabei kommt man noch nicht mal mit dem Zufallsspiel weiter, weil man nicht in der Lage ist, klar zu sagen, was denn das Wesen von Bewußtsein ist. ***

Derartige Paradoxien lassen sich leicht vermeiden, wenn wir tatsächlich jedem Objekt Bewußtsein als Eigenschaft zuerkennen. So läßt sich auch zwanglos die Frage nach dem Bewußtsein des ganzen Universums, (C. F. v. Weizsäcker), positiv beantworten..      

Für diejenigen, welche die gesamte Schöpfung als Spiegelung des einen bewußten Schöpfers ansehen gelernt haben, ist diese Antwort leicht.

Alle wissenschaftlichen Schlüsse die man zieht, hängen von der Frage ab: Gott oder kein Gott? Alles ZUFALL oder gar nichts ZUFALL? Dies sind Urentscheidungen, nicht des Verstandes, (denn dieser kann hier allein zu keiner Entscheidung kommen), sondern der Seele. Ob man an diesem Verzweigungspunkt die eine oder andere Richtung einschlägt, bestimmt alle weiteren “Ergebnisse”, die als logische Verknüpfung der bekannten Fakten mit dieser zumeist unausgesprochenen Urprämisse erhalten werden. Wählt die Seele die Urprämisse "Alles ZUFALL" so schreitet man von einer ZUFÄLLigkeit zur Nächsten und erhält als Ergebnis: ZUFALL q.e.d. 

Wir kommen nun zu einer radikal anderen Definition des rätselhaften ZUFALLs:

ZUFALL ist ein Name des Schleiers, der die abgrundtiefe Lücke im scheinbar perfekten materialistischen System bedeckt und dessen Beseitigung zu einem Paradigmenwechsel der westlichen Kultur führen wird, gegen den die “Revolution” der Quantenmechanik harmlos war. Den Menschen des Postmaterialismus werden Glaube und Wissen um die wahre Natur der Dinge eine untrennbare Einheit bilden, den auch sie sind, wie Teilchen und Welle in der Quantenphysik zwei komplementäre Beschreibungen der einen Wirklichkeit.

 

* Die Idee, daß im (materiellen) Universum der Zufall herrsche ist nicht neu. Sie wurde angeblich schon von Phytagoras gelehrt und von dem frühchristl. Philosophen Theophilus verworfen. (vgl. Theophilus: Apologie III,26) 

** Das Produkt der Unschärfen beider Größen (z.B. Ort/Impuls, Energie/Zeit) muß größer als h/2Pi sein,

wobei das planksche Wirkungsquantum h= 6,626 x 10 exp -34 Js ist. 

*** Niels Bohr, der Philosoph unter den Vätern der Quantentheorie, verneinte übrigens die Anwendbarkeit derselben auf das Bewußtsein. Gleichzeitig hielt er sein Konzept von der Komplementarität von Gegensätzen, welches er mit dem chinesischen Yin/Yang-symbol veranschaulichte, für so allgemeingültig, daß er es auch auf Probleme ausserhalb der Naturwissenschaft anwandte.

 

Lit: (1) C. F. v. Weizsäcker: Aufbau der Physik (Dtv 1988)

(2) Dr. P. Plichta: “Das Primzahlenkreuz” (Quadropol), “Gottes geheime Formel” (Langen-Müller Verlag)

(3)  Jeffrey Satinover: Die verborgene Botschaft der Bibel. (Goldmann 1997).

 

Teil 2:         Indizien für die faktische Nichtexistenz von ZUFALL                     

Als Beispiele von Zukunftsvorhersagen, welche die faktische Nichtexistenz von irreduziblem ZUFALL belegen, sehe man einige Vorhersagen der hl. Schriften z.B. die in Jesus erfüllten Messiasprophezeiungen der Jesajarolle aus Qumran (2. Jhdt. v.Chr.) Oder  das “Jenseits der Physik” betitelte Kapitel in C. F. v. Weizsäckers "Aufbau der Physik" (1) S. 598 f. Nachdem er einige Beispiele erfolgreicher Vorhersagen, (u.a. von Nostradamus, Mülhiasl) bringt, die kaum per Zufall zu erklären sind, bemerkt v. Weizsäcker: “ Die [negative] Reaktion der Wissenschaftler ist in ihrer unreflektierten Direktheit ohne Zweifel unbegründet. Die Naturwissenschaft rühmt sich, empirisch vorzugehen. Fast keiner der Wissenschaftler, welche Prophetie als Aberglauben verwerfen, hat sich die Mühe gemacht, sie empirisch zu . Er kennt vielleicht ein Paar Prophezeiungen, die sich nicht erfüllt haben. Beispiele erfüllter Prophezeiungen kommen ihm so selten vor, daß er keine Mühe hat, sie als zufällige Übereinstimmungen zu klassifizieren...“ Und auf die Frage warum dem Normalwissenschaftler die Vermutung, es gäbe echte Prophetie von vornherein unglaubwürdig erscheint, antwortet v. Weizsäcker: ”Weil der Physiker, in seinem Weltbild, sich keinen Mechanismus vorstellen kann, durch den die Prophetie möglich werden könnte. Auch ich kann mir keinen Mechanismus vorstellen, der Prophezeiungen ermöglicht. Aber Gott ist eben kein Mechanismus.      

Der Chemiker Peter Plichta fand, daß vom Aufbau der Atome, über die Aminosäuren bis hin zu Größe und Abstand der Himmelskörper alles durch bestimmte Zahlengesetze festgelegt ist. Und zwar kommt, nach Plichta, (2) gerade der Zahl 19 eine entscheidende Rolle beim Aufbau unserer Welt zu, denn sie liegt u. a. dem Periodensystem der Elemente zugrunde das neben einigen Sonderfällen in 4 x 19 Elemente zerfällt. Es ist seltsamerweise wie eine computergestützte Studie zeigte, auch die Zahl, auf der die Struktur des hl.Qur´an beruht. (6 x 19 = 114 Suren, alle Codebuchstaben kommen in den betreffenden Suren ohne Ausnahme genau n x 19 mal vor, die als erstes offenbarte Sure hat 19 Verse, die 19. Sure besitzt die größte Zahl dieser Buchstaben, jede Sure beginnt mit der 19 buchstabigen Formel Bismillah ir-rahman ir-rahim...). Ähnliche Zusammhänge gelten auch für die Thora.  Der große jüdische Gelehrte Wilna Gaon schrieb ein Werk “Sifra diznuit”, in dem sich der bemerkenswerte Satz findet: ”Alles, was ist und bis zum Ende der Zeit sein wird, ist in der Thora, dem Buch des Mose, enthalten”. Der aufsehenerregende “Bibelcode” scheint dies zu bestätigen und stellt dabei nur die Spitze eines Eisberges dar, denn er besteht in der computergestützten Anwendung von nur einem aus 50 gematrischen Verfahren auf die Thora. **


Ein Beispiel aus der Natur bietet der unwahrscheinliche Zufall, daß Sonne und Mond von der Erde ausgesehen nahezu gleich groß sind, was u.a. totale Sonnen & Mondfinsternisse erst möglich macht. Sonnen und Mondfinsternisse folgen “zufällig” dem metonischen 19-Jahreszyklus. Der ZUFALLSgläubige glaubt auch, daß die Zahlenwerte der physikalischen Konstanten ZUFÄLLIG so sind, da ja die Maßeinheiten kg, m, s etc. zufällig gewählt wurden. Und auch, daß diese eben gerade nicht zufällig gewählt wurden (Meter = 1/40000 des Erdumfangs; 1 Kilogramm = Masse von 1 Kubikdezimeter Wasser, Sekunde = 1/86400 der Dauer einer Erdrotation), stört ihn nicht weiter, denn sind nicht auch Erdumfang, Rotation und Wasser als Bezugsystem nichts als Zufälligkeiten ?      

Aber zufällig erwähnen die heiligen Schriften, daß alles Leben aus dem Wasser kommt und kein Chemiker bezweifelt, daß keine Substanz solch ungewöhnliche und für die Schaffung der als Lebensgrundlage unerläßlichen Komplexität förderlichere Eigenschaften hat wie das Wasser.

Computersimulationen von Universen mit veränderten Naturkonstanten haben gezeigt, daß schon minimale Änderungen in den Verhältnissen der fundamentalen physikalischen Konstanten, (Gravitationskonstante, Lichtgeschwindigkeit, Elementarladung usw.), zu einem Universum führen, in dem sich z. B. keine Sterne als stabile Zustände mehr ausbilden können. Wie der angelsächsische Physiker Mc Crea schreibt: “ Es sind die besonderen Werte, welche die Konstanten aktuell besitzen, die das Universum zu dem machen, was es ist.”  Einige Beispiele: (Starobserver Okt. 2000) 

1. sind die Gravitationskonstante und die Expansionsgeschwindigkeit des Alls auf 12 Stellen hinter dem Komma genau aufeinander abgestimmt, um ein stabiles expandierendes Universum überhaupt zu ermöglichen.

2. Eine winzige Veränderung im Verhältnis von Kernkraft zur elektromagnetischen Kraft und es könnten sich keine stabilen Moleküle ausbilden.

3. Die Kernkräfte haben exakt die richtige Stärke um die Entstehung der Lebenselemente Kohlenstoff und Sauerstoff in Sternen zu ermöglichen. Bei geringster Abweichung gäbe es entweder nur Spuren von Kohlenstoff oder von Sauerstoff.

Die lebendige Vielfalt unserer Schöpfung ist, so zeigt sich, sehr stark von den “zufälligen”, exakten Verhältnissen dieser Naturkonstanten abhängig. Die Größe dieser Konstanten läßt sich aber von keiner bestehenden Theorie, gequantelt oder nicht, vorhersagen.

Diese exakte mathematische Ordnung der Kräfteverhältnisse im Universum ist für die nihilistische Wissenschaft prinzipiell unerklärbar. Sie steht vor einem RÄTSEL, oder  mit anderen Worten vor ihrem Schöpfer, geheiligt sei sein Name. Mögen sich Wissenschaftler vor der unvermeidlichen Folgerung noch ein Weilchen in Superstringtheorien und inflationäre (!) Universen flüchten. Wir bekennen folgendes Credo:

Der Schöpfer hat unser Universum und andere uns verborgene Universen in mathematischer Perfektion geschaffen.* (1) und schließlich den Menschen in seiner unerhörten, durch und durch sinnerfüllten Komplexität. ER hat diesen Körper aus Materie, (hebr: Arez = Erde ) geformt und durch seinen göttlichen Hauch (hebr. Ruach=Wind/Geist) lebendiggemacht. Wie dies im Einzelnen geschehen ist, können wir den hl. Schriften zumindest auf der oberflächlichen Bedeutungsebene nicht entnehmen, wir werden aber in Kenntnis gesetzt, daß ER die Schöpfung willentlich veranlaßt hat. Es gibt keinen Kompromiß zwischen dieser Beschreibung und der Annahme, daß sich der Kosmos und dann das Leben durch einen Salto mortale der Verkettung unwahrscheinlicher ZUFÄLLE von selbst gebildet und sodann durch immer weitere und unwahrscheinlichere Zufallsketten durch die Jahrmilliarden bis zum Menschen fortentwickelt haben soll. Den Casualisten (d.h. ZUFALL-isten) jedoch erscheint letzteres logisch, denn für sie beruhen ja auch alle physikalischen Elementarvorgänge auf diesem wahrhaft mysteriösen und schließlich auch für sie selber unerklärlichen ZUFALL. In ihrem Ideengebäude wird nämlich das Wort ZUFALL gleichsam zum Axiom, d.h. zu einem a priori vorausgesetzten, selbst aber nicht mehr erklärbaren “Ding”. Dies steht, wie bereits erwähnt in scharfem Gegensatz zu denjenigen, die den Begriff einmal eingeführt haben. Diese Mathematiker hätten dem ZUFALL nämlich keinerlei Realexistenz eingeräumt und es weit von sich gewiesen, daß etwa ein durch Würfel durch ZUFALL und nicht durch das Wirken von, -wenn auch schwer berechenbaren- Kräften fällt. Der scheinbar wohlbekannte Begriff  ZUFALL wandelt sich also in den Händen der “modernen Naturwissenschaft” zu einem Numinosum um nicht zu sagen Götzen, der überall da einspringt, wo man früher ohne die Anerkenntnis des Herrn der Welten nicht auszukommen glaubte. Dies alles hat damit zu tun, daß wir seit ca. 70 Jahren eine gut ausgebaute Quantentheorie haben, ohne uns bisher über deren Bedeutung im klaren zu sein. Vermutlich sind es gerade die “Kopenhagener Deutung” und die Bornsche Interpretation der Psi²-Funktion als Wahrscheinlichkeit, die einem wirklichen Verständnis im Wege stehen. Die Quanten”mechanik” ist ebenso wenig wie die klassische Mechanik in der Lage uns Antwort auf letzte Fragen zu geben, ja sie bedeutet noch nicht einmal eine Annäherung daran, im Gegenteil. Dies gilt genauso für die andere große statistische Theorie, die Thermodynamik, derzufolge das Universum schließlich im völligen Chaos eines “Wärmetodes” enden müßte.

Einen ihrer schärfsten Kritiker innerhalb des naturwissenschaftlichen Lagers fand der Casualismus übrigens in Albert Einstein, mit der respektlosen aber inhaltlich richtigen Äußerung: "Der ALTE würfelt nicht". (“Alter der Tage” war aber im Judentum auch ein üblicher Gottesname). Seine Auffassung von einem ZUFALLsfreien Kosmos weist ihn, der -aus der Sicht seiner Kollegen unangenehm oft- von Gott redete, in der Nachfolge des Mystikers und Naturphilosophen Newton, als einen der letzten Mohikaner traditioneller Wissenschaftsauffassung aus. Sein Widerstand gegen die Quantentheorie, war jedoch nicht physikalisch, sondern vor Allem philosophisch motiviert*. Er muß wohl die enge Verbindung zwischen ZUFALL und Nihilismus wahrgenommen haben. Wie man am Beispiel des Kommunistischen Systeme leicht sehen kann, ist aber Nihilismus die selbstzerstörerischste, psychopathischste Denkform die es gibt. Der Vater der Atombombe, Robert Oppenheimer prägte, indem er auf die nun mögliche Selbstzerstörung der Menschheit Bezug nahm, den Satz: “Nun hat die Naturwissenschaft die Sünde kennengelernt”. Die Evolutionisten, wie auch diejenigen Verhaltensforscher, die menschliches Verhalten auf die Instinkte tierischer Vorfahren reduzieren wollen, haben einen hohen Anteil an der Zerstörung der moralischen Grundlagen unserer Gesellschaft, die dann zu jener grenzenlosen Verrohung führen, die uns im Kosovo oder bei anderen Genozidversuchen erschütternd vor Augen geführt wird. Und darin liegt eine weit größere Gefahr, als in der Atombombe.

* Als Liebhaber der Philosophie Spinozas kannte er wahrscheinlich dessen Satz: “ Nichts in der Natur ist zufällig...  Etwas erscheint nur zufällig aufgrund der Unvollständigkeit unseres Wissens. 

Lit: (1) C. F. v. Weizsäcker: Aufbau der Physik  (Dtv 1988)

(2) Dr. P. Plichta: “Das Primzahlenkreuz” (Quadropol), “Gottes geheime Formel” (Langen-Müller Verlag).

(3)  Jeffrey Satinover: Die verborgene Botschaft der Bibel. (Goldmann 1997).

 

 
  Gesamt: 639768 Besucher