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Sheikh Muhammad Adil - Osmanische Herberge 04.03.16




Sheikh Muhammad Adil - Osmanische Herberge 05.03.16



Tariqatuna s-sohbah, wa l-khayru fi jam’iyyah. Das ist, was Schah Naqschband immer sagte. Zwölftausend Mal hat er das wiederholt, und jedes Mal haben seine Anhänger dadurch Baraka (himmlischen Segen) bekommen. Mashayk (unsere Scheichs) sind große Männer, sie kämpfen mit Schaitan. Schaitan hört nie auf, gute Menschen zu bekämpfen. Er bekämpft die Wahrheit, er bekämpft den Glauben, er bekämpft alles Gute. Schah Naqschband hatte mehr als hunderttausend Muride. Und jedem einzelnen hat er den Maqām Hilayat (die Stufe der Heiligkeit) verliehen. Und dieser gute Weg, der Weg Allahs, siegte immer über Schaitan und seine Anhänger. In den Zeiten damals waren die Menschen besser als heute, was den Glauben an Gott und seinen Propheten betrifft, aber es war nie leicht, Schaitan war immer stark und hat immer versucht, die Menschen vom guten Weg abzubringen. Aber Schah Naqschband hat ihm nie eine Chance gegeben, irgendetwas zu machen, hat immer mehr Leute, immer mehr Muride zur Tariqa gebracht. Um Islam zu helfen, um der Menschheit zu helfen. Und auf diese Weise kam die Tariqa bis nach Indien. Und danach gab es in Indien viele Gruppen, auch schon vor dem Islam, und Schaitan kämpfte weiter, veranlasste sie, den Islam wieder zu verlassen, eine neue Religion zu machen, einen neuen Gott, einen neuen Propheten. Sie haben all das gemacht. Und Sayyidina Ahmed Faruk al-Sirhindi Mujaddid Alfa th-Thani (der Erneuerer des 2. Jahrtausends) ist gekommen und hat sie bekämpft, und, alhamdulillah, war er in diesem Kampf erfolgreich. Und er hat die Menschen erneut auf den rechten Weg gebracht. Danach kamen sein Sohn und sein Enkel, Muhammad al-Masum und Muhammad Sayfuddin. Sie lehrten die Leute jedes Wissen. Sie lehrten auch normales Wissen, und sie machten das sehr geschickt, in ein bis zwei Jahren haben sie ihnen alles beigebracht. Sie sagten ihnen: Ihr müsst euch beeilen, wir haben sehr viel Arbeit zu tun, für die Umma. Und zu der Zeit von Muhammad al-Masum – er war wie eine große Universität. In seinem ganzen Leben brachte er viele Leute zu Hilayat (Heiligkeit). Allein seine Studenten (Muride), die er unterrichtete, waren 900.000 an der Zahl. 140.000 waren Awliya‘ Allah (Heilige). Indien ist wie ein Kontinent, sehr groß. Und ein sehr altes Land, wo Schaitan machte, was er wollte. Und so lehrte er die Menschen alles Schlechte. Daher brauchen wir nicht überrascht sein, wie viele Muride es dort gab. Es waren sehr viele, und doch nicht genug für dieses Land. Die Scheichs versuchten ihr Bestes, und taten Gutes für Indien und für all die Menschen dort. Es gibt keine Wunder von Menschen, die nicht Muslime sind. Aber mit Unterstützung von Schaitan können manche außergewöhnliche Dinge tun. Manchmal sehen Leute etwas von Ungläubigen und sie sagen: „Wie kann es das geben? Wo es doch keine Wunder von Ungläubigen gibt, nur von demjenigen, der Allah und unserem Prophet (saws) folgt. Wie kann so etwas dann passieren?“ Nur die Hilfe von Schaitan macht das. Und Dschinn, die Ungläubige sind. Als Istanbul erobert worden ist, da gab es einen Priester. Leute kamen bei der Belagerung zum Sultan und sagten, dass es da heilige Menschen gibt, die fliegen. Sultan sagte das seinem Scheich Akschamsuddin, und der hat mit seiner Baraka seine Schuhe hochgehoben und höher gehoben, und die geflogen waren, sind alle heruntergefallen. So wenn ihr so etwas seht, lasst nicht euren Glauben schwach werden. Solche Wunder zu vollbringen, ist nicht das Ziel unserer Tariqa. Wir können nur Duʿā‘ machen und hoffen, dass Allah unser Duʿā‘ erhört in dieser Dunya. Allah sagt: „Erbittet von mir, ich werde Euch geben.“ Wie oft bitten Leute, aber bekommen nicht alles, was sie wollen. Allah sagt: „Wenn sie Duʿā‘ machen, werde ich ihnen geben.“, aber vielleicht hier, vielleicht in Akhira, im Paradies. Menschen im Akhira sagen: Wenn wir gewusst hätten, was wir hier bekommen, hätten wir gewünscht, nichts von dem, was wir erbeten haben, in Dunya zu bekommen, sondern dass alles für Akhira übrig geblieben wäre. Darum macht euch nicht traurig. Traurigkeit ist nicht für uns. Allah sagt: „Für die Gläubigen keine Furcht und keine Traurigkeit.“ Das Allerwichtigste ist es, an Allah zu glauben. An ihn zu glauben, ist die größte Gunst von Allah an uns. Um was wir Allah am meisten bitten wollen, ist, dass er unseren Glauben stark macht. Man hat Gläubige gefoltert, verbrannt und getötet, aber sie haben nicht von ihrem Glauben gelassen. Ein starker Glauben macht alles leicht. Viele Awliya’allah sind ein Vorbild für uns, viele Sahaba, auch aus der Zeit vor unserem Propheten gibt es viele gute Vorbilder für uns. Alhamdulillah, unsere Scheichs behalten das bei. Das ist nicht leicht. Ich war in Indien vor ein paar Monaten. Es ist nicht leicht im Angesicht dieses Ozeans von Menschen dort, dass Islam so gewachsen ist. Sie haben diesen Glauben dort, seit Tausenden von Jahren folgen sie Schaitan. Sie folgen keinem Propheten oder jemand ähnlichem, das einzige was sie machen, sie folgen Schaitan und seiner Armee. Aber Leute aus der ganzen Welt zeigen das so, als wäre dies eine gute Idee, was sie dort tun. Darum sagen wir, dass diese Awliya’allah in Indien Helden waren. Sie kämpften gegen den größten Schaitan völlig ohne Furcht. Warum? Weil sie Glauben hatten. Und sie haben diesen Glauben an die Leute übermittelt. Und aus Ungläubigen haben sie Awliya‘ Allah gemacht. Das ist eine große Leistung, was sie vollbracht haben, nicht einfach. Wenn Du den falschen Weg gehst, bekommst du von allen Seiten Unterstützung. Es ist ein leichter Weg. Aber es sind schlechte Dinge, und Allah hat die Leute abgehalten, sie zu tun. Wenn man von schlechten Dingen spricht, verstehen die Leute darunter etwas wie jemanden töten oder bestehlen. Das ist was normale Leute denken. Was Allah nicht akzeptiert, was er verbietet, sehen die Menschen schon als normal an. Allah befiehlt nur reine, saubere Sachen, was schmutzig ist, akzeptiert Er nicht. Aber Leute sagen: „Nein, wir müssen das tun. Das ist unser Recht. Wir können es nicht lassen.“ Jetzt ist auch wieder so eine Zeit wie damals, als Sayyidina Ahmed Faruk aS-Sirhindi kam und all diese schlechten Dinge reinigte. Auch jetzt ist eine solche Zeit. Inschallah wird Allah jemand senden, das zu reinigen. Die Zeit, für die der Prophet (saws) uns die frohe Botschaft gegeben hat, ist diese Zeit jetzt. Die Dinge, die der Prophet (saws) vorhergesagt hat, sind eines nach dem anderen eingetreten, und jetzt kommt bald die Zeit für Mahdi (as) und Isa (as). Wenn Mahdi (as) kommen wird mit Isa (as) müssen die Christen auch glauben, weil das ist der Prohet Isa (as) Aber selbst wenn er vor ihnen steht, werden einige das nicht akzeptieren. Viele von ihnen. Schaitan betrügt die Leute, aber auf der anderen Seite mögen die Egos der Leute, was er ihnen befiehlt. Selbst wenn sie Jesus (as) sehen, werden sie sagen: „Nein, er ist es nicht.“ Sie werden nicht sehr viel darüber diskutieren, warum sie das sagen. Sie sind clevere Leute. Aber sie werden das nicht akzeptieren, weil ihr Ego zu groß ist. Sie haben diese Fantasie, dass Gott, Allah der Allmächtige ein Kind hat. Wenn man darüber nachdenkt, kann das nicht einmal jemand mit geringem Verstand akzeptieren. Heute in der Zeit der Technologie, mit allem, was man in der Hand hat, ist es klar, dass es falsch ist. Es gibt große Teleskope, die dieses Universum zeigen. Nicht nur unser Planet, sogar unser Sonnensystem, und die Milchstraße, ist weniger wie ein Staubkorn im ganzen Universum. Wie ist unser Planet im Vergleich zu Allahs Allmacht, wie soll man da einen solchen Unsinn akzeptieren können. Sie akzeptieren nicht, was der Islam sagt, sehen es sich nicht an und ziehen es nicht in Betracht, und darum sind jetzt 90% der Leute Atheisten. Weil sie stolz sind. Und Schaitan macht sie noch stolzer, sagt ihnen: „Folgt nicht dem Islam, ihr seid besser als die Muslime.“ So verlassen sie alles und laufen vom Glauben davon. Ohne Spiritualität gibt es kein Glück. Diese Leute laufen dem Glück nach und finden es nicht. Und speziell gehen viele auf der Suche nach Indien. „Der Basar für Spiritualität“ (Sultan lacht). Nicht für Religion, für Spiritualität ohne Religion. Und sie fahren hin und suchen, aber am Ende ist dort nichts. Nur Frust und Enttäuschung. Schaitan zeigt den rechten Weg sehr hässlich. Wer hässliche Dinge macht, ist nicht im Islam. Und kennt Islam nicht. Tariqa lehrt gutes Benehmen. Gutes Benehmen ist das Wichtigste im Islam. Der Prophet (saws) sagte: „Ich wurde gesendet, um das gute Benehmen der Menschen zu vervollkommnen.“ Das ist, was Islam befiehlt. Aber Schaitan zeigt: Islam ist Gewalt, Islam ist, alles Schlechte zu tun. Und wenn andere Schlechtes tun, werden sie als sehr reine Menschen gezeigt. Islam befiehlt, anderen Menschen zu helfen, den Nachbarn, der Gemeinschaft, auch wenn sie nicht deine Religion, Nationalität oder Hautfarbe haben. Im Islam will jeder das Beste für den anderen und ihm helfen. Wenn du Menschen hilfst, dann hilft auch Allah dir. Du musst helfen, weil du nicht alles mit dir ins Jenseits mitnehmen kannst. Du hilfst anderen, aber natürlich behältst du auch für dich selbst etwas. Allah sagt, dass man nicht so viel geben soll, dass man danach selbst betteln gehen muss. In alten Zeiten hatte ein reicher Mann sehr schlechtes Benehmen. Und er schrie die Leute an, sodass er bei den Leuten sehr unbeliebt war. Einmal kam ein Bettler zu ihm und bat ihn um etwas. Aber der Reiche schrie ihn an. Der Bettler fragte: „Warum schreist Du mich an? Wenn du mir nichts geben willst, dann gib nichts. Du bist sehr reich, ich bin sehr arm, aber warum schreist du?“ Der Reiche rief seinen Sklaven – damals gab es Sklaven – um den Bettler rauszuwerfen. Der Bettler war sehr traurig und hat ein Duʿā‘ gemacht: „Ya Allah, lass mich nicht von solchen Menschen abhängig sein.“ Und alles in der Hand von Allah, dem Allmächtigen. So wendete sich alles gegen diesen Reichen. Reich zu sein, ist sehr leicht, wenn Allah es will. Weil alles für einen vorbereitet ist. Wenn es Allah nicht für dich bestimmt hat, kannst du dich bemühen, so viel du willst, mit all deiner Intelligenz und deiner harten Arbeit, wirst du zu nichts kommen. So hat der Reiche in kurzer Zeit alles verloren, er war bankrott. Für den Bettler hat Allah aufgemacht. Er wurde sehr reich. Und er hat auch anderen Menschen geholfen. Und der Sklave war verkauft worden und – ohne es zu wissen – hat der frühere Bettler ihn gekauft. Und als sie einmal beim Essen saßen, hat ein Bettler an die Tür geklopft, und der Hausherr befall dem Sklaven, dem Bettler, Essen zu geben. Als der Sklave dem Bettler das Essen gab, stellte er mit schrecken fest, dass das sein früherer Herr war. Und er kam weinend zu seinem jetzigen Herrn und der fragte: „Was ist passiert?“ – „Mein alter Herr ist jetzt ein Bettler und ich bin sehr traurig, was ihm passiert ist.“ Alles ist in Allahs Händen, es kommt nicht von uns. Wir folgen diesen Menschen, die an das Akhira denken. Auch hier in Dunya gibt ihnen Allah. Was wir bekommen, müssen wir schnell verwenden. Nicht es aufheben und sagen, wir können es später machen. Wenn du gibst, so gibt Allah dir mehr, inschallah. Das ist auch Teil des starken Glaubens. Aber wie gesagt, gebt auch was für eure Familie, für euer Heim. Dafür gibt es auch Segen (baraka), Allah belohnt euch sogar noch mehr dafür. Lasst niemand umsonst fragen. Der Prophet (saws) sagte: „Auch wenn jemand auf einem Pferd kommt – das war damals ein Zeichen für Reichtum – und er bittet dich um etwas, lass ihn nicht mit leeren Händen gehen. Auch wenn er nur etwas Kleines bekommt.“ Möge Allah uns gute Dinge machen lassen. Und uns helfen und uns geben. Möge er uns Großzügigkeit geben und auch Reichtum. Und dass wir von niemand abhängig sind. Wenn man reich ist, so ist das nicht schlecht. Auch Hazrat Uthman war reich und er hat gegeben, und der Prophet (saws) hat ihm gedankt und ihn gelobt. Möge Allah uns für gute Sachen geben lassen. Und möge er uns von allem Schlechten fernhalten. Wa min Allahi t-taufiq. Al-Fatiha.


Allah Allah Malana Maula Siwallah !
Allah Allah wir haben keinen Freund außer Dir !






Islam heißt Frieden durch Hingabe



 
 
SWR1 Leute night am 24.07.2014

Martin Meyer fuhr nach dem Abitur mit dem Motorrad nach Afrika. Im Senegal fand er seine Frau und seinen Glauben und studierte Islamwissenschaften. Als Gefängnisseelsorger versucht er junge Moslems von einer radikalen Auslegung des Korans abzubringen.


 
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