Sufizentrum Braunschweig
  Sufi-Naqshbandi Kette
 



Die Goldene Kette des Naqshbandi Weges




Wir bitten als erstes um Unterstützung von Maulânâ Scheich Muhammad Nâzim, dass Allah der Allmächtige uns unterstützen möge und in unserem Herzen diese Station aufmachen möge, damit wir sprechen können, denn es ist schwierig für irgendjemanden, zu sprechen, wenn es nicht von der Station Maulânâ Scheich Nâzims ist. Was er für uns aufmacht, das werden wir hören, und wir Maulânâ Scheich Nâzim al- Haqqânî, zu treffen und unter seiner tarbiya, unter seinen Augen zu sein. Er schaut nach unseren Herzen und nach uns, weil ohne wahre Führung niemand die göttliche Gegenwart Rasûlullâhs œ erreichen kann, der ihn dann in die göttliche Gegenwart Allahs des Allmächtigen führt. Ohne einen Führer (zu Seiner Gegenwart) heißt Allah der Allmächtige niemanden willkommen, und so ließ Allah Seinen Geliebten Muhammad zur Führung für die ganze Schöpfung werden, um sie die göttliche Gegenwart Allah des Allmächtigen erreichen zu lassen. Und Rasûlullâh hat seine Nachfolger, diejenigen, die das göttliche Geheimnis Rasûlullâhs erben, zur Führung für die ganze Ummah gemacht, für die ganze Nation Rasûlullâhs  , um sie die göttliche Gegenwart Rasûlullâhs erreichen zu lassen. Und ohne Muhammad Rasûlullâh zu erreichen, kann niemand Lâilâhaill-Allâh erreichen! Ein jeder muss Führung durch einen Führer auf dem Wege Allahs des Allmächtigen, auf dem Wege von Rasûlullâh haben, so dass Rasûlullâh seine Türen öffnen und ihn willkommen heißen wird, der durch diese Führung zu ihm kommt, und er selber ihn dann zur göttlichen Gegenwart Allahs des Allmächtigen führt. Rasûlullâh hat Sayyidinâ Abû-Bakr as-Siddîq, Sayyidinâ ‘Alî, Sayyidinâ ‘Umar und Sayyidinâ ‘Uthman (zu solchen Führern) ernannt und 124.000 Sahâba, die Rasûlullâh hatte. Diese Zahl an Sahâba entspricht der Anzahl der Propheten, die Allah der Allmächtige der Menschheit geschickt hat. Allah hat den Kindern Adams von der Zeit Sayyidinâ Adams an bis zur Zeit des Siegels der Propheten 124.000 Propheten geschickt, und so war die Zahl der Sahâba auch 124.000, was bedeutet, dass ein jeder von ihnen von Rasûlullâh mit dem Geheimnis eines der 124.000 Propheten bekleidet wurde; ein jeder von ihnen repräsentierte einen der Propheten. Und so repräsentierte Sayyidinâ Abû-Bakr as-SiddîqdasSiegel der Propheten, Sayyidinâ Muhammad , und Rasûlullâh machte, dass alle Sahâba nur durch seine Tür in seine Gegenwart gelangen konnten, denn Rasûlullâh œ machte Sayyidinâ Abû-Bakr as-Siddîq zur Stadt der göttlichen Geheimnisse, der Weisheit und des Wissens. Das, womit Allah der Allmächtige Rasûlullâh bekleidet hatte, das eignete Rasûlullâh dem Herzen Sayyidinâ Abû-Bakrs zu. Und Sayyidinâ Abû-Bakr bekleidete mit den göttlichen Geheimnissen des Wissens und der Weisheit Sayyidinâ Salmân al-Fârsî. Sayyidinâ Salmân al-Fârsî bekleidete damit Sayyidinâ Qâsim, einen Enkel Sayyidinâ Abû-Bakr as-Siddîqs, Sayyidinâ Muhammadu l-Qâsim. Sayyidinâ Muhammadu l-Qâsim bekleidete mit diesen göttlichen Ozeanen der Geheimnisse, der Weisheit und der Wirklichkeit Sayyidinâ Ja‘far as-Sâdiq, einen Urenkel von  Rasûlullâh und Nachkommen von Sayyidinâ Hasan und Sayyidinâ Husain, den Enkeln Rasûlullâhs. Sayyidinâ Ja‘far as-Sâdiq bekleidete mit diesen göttlichen Geheimnissen Sayyidinâ Abû Yazîd Bistâmî, den Sultan der Wissenden, Sultânu l-‘Ârifîn. Sayyidinâ Abû Yazîd Bistâmî übereignete die göttlichen Geheimnisse, göttliches Wissen und Wirklichkeit, das göttliche Wissen um die Geheimnisse und die Weisheit, all diese Ozeane, Sayyidinâ Abul-Hasan al-Kharqânî. Von ihm gingen sie an Sayyidinâ Abû ‘Alî al-Farmâdî. Von ihm an Sayyidinâ Yû- suf al-Hamadânî. Von ihm sollte es an Sayyidinâ ‘Abdul-Khâliq al-Ghujdawânî gehen, aber zu jener Zeit war Sayyidinâ ‘Abdul-Khâliq noch sehr jung, er war gerade erst geboren, und so ordnete Rasûlullâh an, dass das göttliche Geheimnis der Prophetenschaft, all diese göttlichen Ozeane der Wirklichkeit, der Geheimnisse und des Wissens, in die Hände von Sayyidinâ Khidr, Sayyidinâ Abul-Abbâs, gegeben wurden, damit er Sayyidinâ ‘Abdul-Khâliq al-Ghujdawânî erzöge und vorbereite. Und so kamen sie in die Hände von Sayyidinâ Khidr. Er erzog Sayyidinâ ‘Abdul-Khâliq von Kindheit an, bis dieser alt genug war, dass er mit dem Rang des Imams des Siddîq-Weges bekleidet wer- den konnte. Damals hieß es Siddîqî-Weg und nicht Naqschibandi-Weg. In der Zeit von Sayyidinâ ‘Abdul-Khâliq war der Weg als der Ghujdawânî-Weg bekannt. Jeder der Reformer des Weges bekleidete den Siddîqî-Weg mit seinem Namen zu seiner jeweiligen Zeit, und so ist der Weg heute als Naqshbandî-Haqqânî-Weg bekannt. Und dann wurde Sayyidinâ ‘Abdul-Khâliq Imam des Khatm Khwajagân, von Allah dem Allmächtigen Selber ernannt. Als Rasûlullâh von Mekka nach Medina emigrierte, da brachte er Sayyidinâ Abû-Bakr in der Höhle von Thaur zur Vollkommenheit. Er machte einen dreitägigen Rückzug für ihn in dieser Höhle und bekleidete ihn mit den Kräften des Prophetentums, damit er die Nation Rasûlullâhs tragen konnte. Er bekleidete ihn in diesem Rückzug mit dem Geheimnis des Weges, den Allah der Allmächtige für Rasûlullâh ausgewählt hatte.Allah der Allmächtige sagt im heiligen Qur’ân [72:16]:

„Wa allawi istaqâmû ‘alâ t-tarîqati lâ asqainâhum mâ’an ghadaqan.

Wenn sie sich an diesen Weg halten, den Ich für Meinen Geliebten Rasûlullâh
ausgewählt habe, dann werde Ich in ihre Herzen Wasser des Lebens gießen, die ihre Herzen zum Leben erwecken! Sie werden durch göttliches Licht Allahs des Allmächtigen leben, wenn sie den Weg einhalten, den Ich für Dich (, yâ Rasûlullâh,) gewählt habe!“ Rasûlullâh war schon, bevor er ins Leben trat, in der göttlichen Gegenwart Allahs des Allmächtigen gewesen, und er erwählte seinen Freund Sayyidinâ Abû-Bakr as-Siddîq dazu, derjenige zu sein, der der Imam dieses Weges sein würde, den Allah der Allmächtige für ihn ausgewählt hatte. Deshalb brachte er ihn in der Höhle von Thaur zur Vollkommenheit und bekleidete ihn mit sämtlichen Kräften und göttlichen Geheimnissen, göttlicher Weisheit und Wirklichkeit. Und Rasûlullâh sagte: „Ich bin die Stadt der Wirklichkeit und der göttlichen Geheimnisse und Weisheit, und Abû-Bakr as-Siddîq ist die Tür zu dieser Stadt.“ Und er sagte: „Ich bin die Stadt des Wissens, und Sayyidinâ ‘Alî ist das Tor dazu.“ Wogegen, die Stadt der Wirklichkeit, der Geheimnisse und der Weisheit zu sein, Sayyidinâ Abû-Bakr as-Siddîq gewährt wurde. Er ist das Tor zu dieser Stadt Rasûlullâhs. Sayyidinâ Abû-Bakr as-Siddîq durchsuchte die Höhle, bevor sie sie betraten. Maulânâ sagte, dass er Stücke seiner Jubba nahm und alle Löcher der Höhle verschloss, so dass nichts hereinkommen und Rasûlullâh schaden konnte. Nur für ein Loch hatte er keine Jubba mehr, und so benutzte er seinen Fuß, um es zu verschließen. Rasûlullâh ruhte sich kurz aus und legte den Kopf in den Schoß von Sayyidinâ Abû-Bakr as-Siddîq. Da kam eine Schlange aus dem Loch und begann, den Fuß Sayyidinâ Abû-Bakrs anzunagen. Er vergoss eine Träne, und sie fiel auf das Gesicht von Rasûlullâh, der aufschaute: „Warum weinst du? Allah der Allmächtige hat uns versprochen, dass wir immerzu froh sein werden. Freude ist für uns vorgesehen und nicht Traurigkeit! Warum also weinst du?“„Yâ Rasûlullâh! Es ist nicht um meinetwillen. Ich fürchte, dass diese Schlange kommen und dir schaden wird!“, denn sie näherte sich. Da sagte Rasûlullâh : „Bismi llâhi r-rahmâni r-rahîm“, und all das, was die Schlange schon von dem Fuß Sayyidinâ Abû-Bakrs gefressen hatte, wurde wie zuvor, es war geheilt, und Rasûlullâh sagte zu der Schlange: „Komm aus deinem Loch heraus!“ Sie kroch heraus und kam nahe zu Rasûlullâh. Da sprach Rasûlullâh zu der Schlange: „Was willst du? Warum hast du von dem Fuß Sayyidinâ Abû-Bakrs gefressen? Weißt du nicht, dass Allah der Allmächtige es verboten hat, dass der Körper Sayyidinâ Abû-Bakrs gefressen wird?“ Sie sagte: „Doch Rasûlullâh! Aber an dem Tag der Versprechen habe ich von Allah dem Allmächtigen das Versprechen bekommen (, dass es mir gestattet werden würde, dein leuchtendes Gesicht zu sehen, und Sayyidinâ Abû-Bakr hat mit seinem Fuß das Loch verschlossen und mich daran gehindert, dich zu sehen.“ Und Rasûlullâh œ sagte: „Schau nun und dann geh!“) (Dieses Versprechen erhielt die Schlange an dem Tag der Versprechen.) Da hatte Allah auch allen Propheten versprochen: „Wenn Mein geliebter Prophet Muhammad er- scheint, so werdet ihr keine Propheten mehr sein, sondern einer seiner Ummah, seiner Gemeinde, und Rasûlullâh wird der einzige Prophet für euch alle sein.“ Denn Rasûlullâh œ war von der Vorewigkeit an in der göttlichen Gegenwart Allahs, während Adam noch nicht einmal erschaffen war und sich zwischen Erde und Lehm befand. Er war noch nicht er- schienen und erschaffen, da war Rasûlullâh schon Prophet in der göttlichen Gegenwart Allahs des Allmächtigen. Maulânâ sagte, dass an diesem Tag der Versprechen Allah das Gebet von zweien der Propheten akzeptierte, am Ende der Zeit erscheinen zu dürfen, was bedeutet, jetzt, zu dieser Endzeit der letzten Nation. Wir sind die letzte Gemeinde, nahe der Gemeinde Imâm Mahdîs und ‘Îsâs. Allah akzeptierte (das Gebet) von Sayyidinâ ‘Îsâ, ihn (auf die Erde) zurückzuschicken, und das eines der anderen Propheten, der gebeten hatte: „Ich will das Prophetentum nicht! O Allah, mache mich zu einem der Nation Rasûlullâhs .“ Und sein Name ist Sayyidinâ Razin, einer der Kinder Israels, und so wird in der Zeit von Sayyidinâ Mahdî  und Sayyidinâ ‘Îsâ  dieser Prophet erscheinen. Und alle Propheten waren traurig gewesen und hatten zu Allah dem Allmächtigen gesprochen: „O Allah, wir wollen das Prophetentum nicht, mache uns zu einem der Gemeinde Sayyidinâ Muhammads œ!“ Allah der Allmächtige befahl Rasûlullâh, seine Hand über die Hand von Sayyidinâ Abû-Bakr zu legen, und sie luden alle 7007 Imame des Siddîqî-Weges ein und alle vierzig Großscheichs mitsamt ihren Muriden bis zum Tag von Qiyâma. Und dann sandte Allah der Allmächtige seine eigene Hand Seiner Allmächtigkeit über ihrer aller Hände herab und rezitierte in Seiner eigenen Stimme: „Inna-lladhîna yubaiunaka, innama yubai-una-llah...“ und gab allen die Einweihung, Beyat. Dann machte Allah der Allmächtige talkin: „Allâh Hû, Allâh Hû, Allâh Hû, Haqq!“ und lehrte dann Rasûlullâh und Sayyidinâ Abû-Bakr as-Siddîq selber, mit Seiner göttlichen Stimme, das Khatm Khwajagân. Dann rief Er einen der Großscheichs, Sayyidinâ ‘Abdul-Khâliq Ghujdawânî und ernannte ihn zum Imam des Khatms bis zum Jüngsten Tag, Qiyâma. Das bedeutet, so sagt Maulânâ, dass kein Khatm gemacht wird, das nicht der Spiritualität Sayyidinâ ‘Abdul-Khâliqs untersteht, und das in der ganzen Welt. Sayyidinâ ‘Abdul-Khâliq gab das Geheimnis und die göttlichen Ozeane des Wissens und der Wirklichkeit an seinen Nachfolger weiter, Sayyidinâ ‘Ârif al-Rigwarî. Sayyidinâ ‘Ârif al-Rigwarî gab sie an Sayyidinâ Mahmûd Injir Faghnâwî. Sayyidinâ Mahmûd Injir Faghnâwî gab sie an Sayyidinâ ‘Alî Ramitânî. Und Sayyidinâ ‘Alî Ramitânî gab sie an Sayyidinâ Muhammad al-Ghujdawânî. Sayyidinâ Muhammad Ghujdawânî ist der Vater von Bâbâ Samâsî. Es sind zwei: Muhammad Ghujdawânî und Bâbâ Samâsî, aber weil sie Vater und Sohn waren, sagten die Awliyâ’: Muhammad Bâbâ Samâsî, als ob sie eine Person wären, denn sie waren zur gleichen Zeit, und der eine verstarb nicht früherals der andere. Und Sayyidinâ Muhammad Ghujdawânî gab (das Geheimnis) an Bâbâ Samâsî weiter. Sayyidinâ Bâbâ Samâsî gab seine Geheimnisse und das Wissen, mit dem Rasûlullâh Sayyidinâ Abû-Bakr as-Siddîq bekleidet hatte, an Sayyidinâ Sayyid Amîr al-Kulâl weiter. Sayyidinâ Amîr al-Kulâl war einer der Ahlul-Bait, von Rasûlullâhs œ heiliger Familie, und er pflegte seinen Lebensunterhalt durch Boxen zu verdienen. Einmal sah Sayyidinâ Bâbâ Samâsî eine große Menschenmenge auf der Straße versammelt, die darauf wartete, dass Sayyidinâ Amîr kam und das Spiel begann. Er schaute mit nur einem Blick auf ihn und ging. Da ließ Sayyidinâ Amîr alles hinter sich und folgte ihm. Er folgte ihm in seine Zawîya und nahm Beyat und war ein guter Murid, bis dass Sayyidinâ Bâbâ Samâsî ihm sagte: „Mein Sohn, du bist mein Nachfolger, und Allah der Allmächtige hat dich dazu ernnant, den Imam des Siddîqî-Weges zu erziehen, der in deiner Zeit erscheinen wird: Schâhu Naqschband.“ Und so trainierte Sayyidinâ Amîr Schâhu Naqschband. Und der war so jung, noch ein Jugendlicher, als sein Maqâm schon so hoch war über dem seines Scheichs, dass sein Scheich überrascht war und sich wunderte: „Wie das? Was kann ich ihm noch geben?“ und er ihm sagte: „Mein Sohn, ich kann dir nicht mehr als dies geben, du musst nun zu Rasûlullâh œ gehen, er wird dich lehren!“ Und so, so sagte Maulânâ, nahm Schâhu Naqschband direkt aus diesen Ozeanen Rasûlullâhs œ und war der Imam des Naqschbandi-Weges, von Rasûlullâh œ und Allah dem Allmächtigen ernannt. Dann gab Schâhu Naqschband seine Geheimnisse an Sayyidinâ ‘Alâ’uddîn al­Bukhârî. Er war sein Schwiegersohn. Als Schâhu Naqschband ver­ starb und man ihn begrub, da stand Sayyidinâ ‘Alâ’uddîn an seinem Grab und sah, wie Allah der Allmächtige zwei Damen des Paradieses, zwei der Paradiesköniginnen, zu Schâhu Naqschband sandte, damit er nicht alleine im Grab sein würde, und er wandte sein Gesicht von ihnen ab. Da sagten sie ihm: „Zumindest schaue auf uns, damit wir nicht unter den Damen von Jannâ, des Paradieses, be­schämt sind.“ Aber er sagte: „Niemals werde ich auf etwas schauen als auf das heilige Gesicht Allahs des Allmächtigen. Ich habe Allah versprochen, auf niemand anderen als auf Sein Gesicht zu schauen! Geht dahin zurück, woher ihr gekommen seid!“ Und er sah sie nicht an. Sayyidinâ ‘Alâ’uddîn gab seine Geheimnisse an seinen Nachfolger Sayyidinâ Ya‘qûbu l­Sharkhî weiter. Sayyidinâ Ya‘qûb Sharkhî gab sein Geheimnis an Sayyidinâ ‘Ubaydullâhil­Ahrâr. Sein Grab ist in Taschkent. Sayyidinâ ‘Ubaydullâh gab es an Sayyidinâ Muhammad Zâhid al­Bukhârî. Sayyidinâ Muhammad Zâ­ hid al­Bukhârî gab es an Darwîsh Muhammad, ebenfalls aus Bukhara. Sie alle waren aus Bukhara. Der Naqschbandi­Weg war von der Zeit Sayyidinâ Yûsuf Hamadânîs an nach Bukhara gegangen, in all diese Länder jenseits des Flusses (?), und blieb erst einmal dort. Sayyidinâ Darwîsh Muhammad gab es an Sayyidinâ Ahmad al­Amkanâkî. Sayyidinâ Ahmad al­Amkanâkî gab es an Sayyidinâ Muhammad al­Bâqîbillâh. Und Sayyidinâ Muhammad al ­Bâqî war erst 37 Jahre alt, als er verstarb. Rasûlullâh hatte ihm befohlen, von Bukhara nach Indien, nach Delhi, zu gehen – zu jener Zeit hieß es Dahla – und den Imam, den Erneuerer des zweiten Millenniums, Sayyidinâ Ahmad Farûqî aus Indien, zu lehren und zu trainieren. Und er bekleidete ihn mit den Geheimnissen des Naqschbandi ­Weges, und der blieb erst einmal in Indien, Hindustan zu jener Zeit; es gab kein Indien, Pakistan, Bangladesch – es hieß alles Hindustan. Sayyidinâ Ahmad Farûqî gab an seinen Sohn Sayyidinâ Muhammad Ma‘sûm weiter. Sayyidinâ Muhammad Ma‘sûm an seinen Sohn Sayyidinâ Sayfuddîn. Dann ging es an Sayyidinâ Nûr Muhammad al-­Badawânî, ebenfalls in Indien. Von Sayyidinâ Nûr Muhammad ging es an Sayyidinâ Habîbullâh, Jân Janân, in Indien. Sayyidinâ Habîb Jân Janân, gab es an Sayyidinâ ‘Abdullâh Dahlawî, ‘Abdullâh aus Delhi, aber es war als Dahla bekannt und so hieß er Dahlawî, was bedeutet: aus Delhi .Sayyidinâ ‘Abdullâh wartete auf seinen Nachfolger. Zu jener Zeit war Sayyidinâ Khâlid Baghdâdî, aus Bagdad, ein großer ‘Alîm, ein großer Ge­ lehrter. Er beschloß einmal, auf Hajj zu gehen, und er ging. Während der Hajj bat er: „O Allah der Allmächtige, bitte lasse mich einen Deiner Awliyâ’ treffen“, und das, ob­ wohl er selber ein Großscheich war. Aber er wusste über sich selber nicht Bescheid, bis er einen der Muriden Sayyidinâ ‘Abdullâh Dahlawîs traf, der ihm von seinem Scheich und dessen Wunderkräften und Wirklichkeit erzählte. Und er sagte: „Kann ich mit dir gehen?“ „Ja, komm mit mir“, und sie gingen zusammen. Sie waren gerade am Eingang von Delhi, mehr als 10, 15 Kilometer entfernt, da stand Sayyidinâ ‘Abdullâh schon auf und wartete, dass Sayyi­dinâ Khâlid käme. Er hieß ihn willkommen, brachte ihn zu seiner Zawîya und machte einen Rückzug über sechs Monate für ihn und bekleidete ihn dann mit den Geheimnissen und der Wirklichkeit und der Weisheit des Naqschbandi ­Weges. Dann sagte er zu ihm: „Geh jetzt in dein Land zurück“, und Sayyidinâ Khalid ging nach Baghdad. Die Spiritualität Rasûlullâhs œ unterstützt seine Großscheichs jederzeit, sie ist immer zu bei ihnen, und sie sind nicht einmal für einen Augenblick alleingelassen. 24 Stunden lang ist Rasûlullâh spirituell mit ihnen. Und er sagte zu Sayyidinâ Khâlid: „Verlasse Baghdad und gehe nach Damaskus, Scham!“ Und auch wenn er kein Arabisch sprach, ging er nach Scham, und Maulânâ sagte, dass er in Scham ganz alleine war, er kannte niemanden, und so machte er das Khatm und Dhikr allein für sich – einige Jahre lang. Dann sagte ihm Rasûlullâh: „Geh und setze dich an eine Ecke im Stadtzentrum und sage allen, die zur Ar­beit gehen: ‚Komm nach dem Fajr­Gebet für eine Stunde, ich werde euch Geld geben! Für diese eine Stunde kommt und sitzt mit mir!‘“ Und so pflegte er den Arbeitern Geld zu geben: Je nachdem wieviel jemand am Tag verdiente, zum Beispiel zehn Kurusch, soviel gab Sayyidinâ Khâlid, und derjenige kam. Auf diese Weise brachte er in sieben Jahren die Leute zum Khatm: durch Geld. Nach sieben Jahren sagte ihm Rasûlullâh: „Sag ihnen nun: ‚Ich habe kein Geld mehr. Wer immer um Allahs willen kommen will, der sei willkommen, aber wer des Geldes willen kommt – ich habe keines mehr!‘“ Und er stellte überrascht fest, dass immer mehr und mehr Leute kamen, auch ohne Geld, frei, um Allahs des Allmächtigen willen, denn er hatte eine Kraft der Anziehung, die Leute durch seine Geheimnisse anziehen zu können. Die ‘Ulamâ’ seiner Zeit hörten, dass Tausende von Leuten zu dem Scheich kamen, und sie kamen, um den Scheich zu sehen, und stellten fest, dass er keinerlei Arabisch konnte und ihnen somit nichts zu sagen wusste: „Was sagst du? Wir verstehen nichts! Entweder, wenn du in Damaskus bleiben willst, machst du dich verständlich, oder du gehst!“ Denn die ‘Ulamâ’ damals waren sehr stolz! Und so, so sagte Maulânâ, sagte er: „Yâ Rasûlullâh! Die ‘Ulamâ’ sprechen so, was soll ich tun?“ Und Rasûlullâh sagte ihm: „Sag ihnen: ‚Morgen, nach dem Fajr, in der großen Moschee, der Omayyaden ­Moschee – dem Maqâm von Sayyidinâ Yahyâ –, werden wir eine Debatte und ein Treffen haben! Kommt alle dorthin!‘“ Und so kamen sie alle, und Sayyidinâ Khâlid saß da und dachte: „Wie werde ich mit ihnen reden? Ich kenne ihre Sprache nicht! Aber ich werde abwarten.“ Und er wartete ab. Und Rasûlullâh wird es ihm eröffnen! Und sie hatten gerade das Gebet beendet und sich zu einer Debatte mit ihm hin­ gesetzt, als er von sich selber überrascht in sehr gutem Arabisch sprach; seine Zunge sagte in gutem Arabisch: „Bismillâhi   r-rahmâni r-rahîm. Am Abend war ich noch Kurde, am Morgen bin ich ein Araber “ begann er, und er hielt ihnen eine sehr machtvolle Sohbet, so dass sie alle seine Hände und Füße küßten und ihm sagten: „Bitte gib uns Beyat in den Naqschbandi ­Weg“, und der Mufti, der Sheikhul-­Islâm, und alle ‘Ulamâ’ folgten ihm. Dann, einige Jahre später, befiel eine Krankheit Damaskus, taun, die Pest, und er sagte: „O Allah, Allmächtiger, lass sie auf meinen Körper kommen, damit keinem aus der Umma Rasûlullâhs œ geschadet wird!“ Und er nahm die Krankheit auf sich. Er gab sein Geheimnis an seinen Nachfolger Scheich Ismâ‘îl an-Narânî. Scheich Ismâ‘îl lebte nur noch zwei Wochen nach ihm, denn er war auch von der Krankheit betroffen. Zu der Zeit kam aus Daghistan Sayyidinâ Khâss Muhammad. Er traf Sayyidinâ Khâlid in den letzten zwei Tagen seines Lebens, und der brachte ihn innerhalb von 24 Stunden zur Vollkommenheit und befahl Sayyidinâ Scheich Ismâ‘îl an-Narânî, ihn mit den Geheimnissen des Naqschbandi ­Weges zu bekleiden. Dann sagte er zu ihm: „Geh nun – durch Wunderkräfte – in dein Land zurück. Bleib nicht in Damaskus, denn die Krankheit kommt hier­ her. Und Sayyidinâ Khâss Muhammad nahm das Geheimnis und ging mit einem Schritt nach Dagestan. In Daghestan ging es von Sayyidinâ Khâss Muhammad an Sayyidinâ Muhammad Effendi Yarâghî Daghistânî. Von Sayyidinâ Muªammad Effendi ging es an Sayyidinâ Sayyid Jamâluddîn Ghumuqî Husainî. Sein Maqâm ist in Istanbul. Und von Sayyidinâ Sayyid Jamâluddîn ging es an Sayyidinâ Abû Ahmad Sughûrî. Sayyidinâ Abû Ahmad Sughûrî beließ es in den Händen von Sayyidinâ Abû Muhammad Madanî, aber er gab ihm nicht den Rang eines Imams des Naqschbandi­Weges. Er sagte ihm: „Du wirst es für Scheich Scharafuddîn Daghistânî aufbewahren“, denn zu der Zeit, als Sayyidinâ Abû Ahmad as­Sughûrî starb, war Scheich Scharafuddin erst 6 oder 7 Jahre alt. Und so war es in den Händen von Sayyidinâ Abû Muhammad Madanî. Nachdem dieser das Suluk und den Rückzug für Sayyidinâ Scheich Scharafuddîn ad­Daghistânî vervollständigt hatte, bekleidete er ihn mit den Geheimnissen, die direkt von Sayyidinâ Ahmad as­ Sughûrî kamen, und bat ihn: „Mein Neffe“, denn er war sein Onkel, „bitte bringe mich zur Vollkommenheit und mache mich zu einem Imam des Naqschbandi­Weges“, denn Sayyidinâ Abû Muhammad Madanî war zwar Imam der vierzig Wege, aber nicht des Naqschbandi­Weges. Und so sagte Sayyidinâ Scheich Sharafuddîn zu Scheich ‘Abdullah, seinem Nachfolger: „Mein Sohn, stecke ihn mit dir zusammen in einen Rückzug; bringe ihn in vierzig Tagen zur Vollkommenheit und bekleide ihn mit dem Rang eines Imams des Naqschbandi ­Weges.“ Und Großscheich ‘Abdullah brachte Sayyidinâ Abû Muhammad zur Vollkommenheit und bekleidete ihn damit, Imam des Naqschbandi­Weges zu sein. Am Ende der vierzig Tage verstarb Sayyidinâ Abû Muhammad Madanî. Großscheich wurde von Sayyidinâ Scheich Scharafuddîn befohlen: „Wenn ich sterbe, bleib keine Minute länger in diesem Land! Geh und bring den Naqschbandi ­Weg wieder nach Scham, nach Damaskus!“ Und so emigrierte Scheich ‘Abdullah nach Damaskus. Es war 1936. Er kam in Damaskus an und machte gleich einen Rückzug über 6 Jahre, in dem er mit niemandem sprach, in dem Maqâm eines Awliyâ’   namens Hasan Jabawî. Er saß an seinem Grab 6 Jahre lang. Gegen Ende dieser 6 Jahre kam Scheich Muhammad Nâzim. Er hatte von Großscheich Sayyidinâ ‘Abdullah Daghistânî gehört und kam mit einem Scheich aus Homs, um ihn zu treffen. Der traf sich mit niemandem, aber für Maulânâ Scheich Nâzim öffnete er die Tür, dass er eintrete, und sagte: „Dein Amana, dein Versprechen, ist bei mir, mein Sohn! Auf Befehl Rasûlullâhs musst du mir folgen.“ Und von dem Zeitpunkt an folgte Maulânâ Scheich Nâzim ihm. Sayyidinâ Scheich ‘Abdul­ lah bekleidete ihn mit seinen göttlichen Ozeanen der Wirklichkeit, der Geheimnisse, der Weisheit, und er bekleidete ihn auch mit dem Rang des Sultânul ­Awliyâ’, eines Sultans der Heiligen, und er bekleidete ihn mit den Maqâms sämtlicher Großscheichs von der Zeit Rasûlullâhs an bis auf den heutigen Tag, und er er­ nannte ihn dazu, derjenige zu sein, der das heilige Geheimnis des heiligen Qur’ân für Imâm Mahdîeröffnet. Und so hat Allah der Allmächtige uns damit geehrt, Maulânâ Scheich Nâzim zu treffen und unter seinem Training und seiner Lehre zu stehen, al-hamdulillâh! Selbst nur in seine Augen zu schauen ist ausreichend, denn wenn man in seine Augen schaut, dann sind das die Augen von jemandem, der Rasûlullâh gesehen hat, die Augen von jemandem, der alle Großscheichs sieht, die Augen von jemandem, der sämtliche 124.000 Propheten sieht, die Augen von jemandem, der all diejenigen sieht, die im Diwan Rasûlullâhs  sind, in dem heiligen Diwan Rasûlullâhs Und es ist eine große Ehre für uns. Die Sahâba pflegten den Tabi‘în, denen, die nach ihnen kamen, zu sagen: „Wenn ihr Augen sehen wollt, die Rasûlullâh œ gesehen haben, so schaut in unsere!“ Was ist da mit uns? Wir sehen Augen, die in jedem Moment die Spiritualität Rasûlullâhs œ und die der 124.000 Propheten und sämtlicher Awliyâ’ sehen und die von Imâm Mahdî , dem Sahîbu z­Zamân. Und so ist es eine große Ehre für uns, Al-hamdu lillâhi rabbi l-‘âlamîn, und so sind wir solche, die so sehr von Allah dem Allmächtigen gesegnet sind und denen es gewährt ist, dem Imam der Awliyâ’ zu folgen, dem Imam und Sultan der Awliyâ’, denn in dieser Zeit erscheinen keine anderen Awliyâ’, Allah und Rasûlullâh halten sie versteckt und lassen nur Maulânâ Scheich Nâzim in der Umma sein. Und so sieht man, wie von seinem Geheimnis allein die Leute von überall her kommen. Überall, wo man hingeht und wo die Leute oft nur seinen Namen hören, da respektieren sie ihn, wenn sein Name erwähnt wird. Und es ist von Allah dem Allmächtigen und Rasûlullâh dieser Nation, der letzten Umma vor dem Erscheinen von Sayyidinâ Mahd gewährt, dass ein machtvoller Awliyâ’ unter ihnen erscheint und sie in die Zeit von Sayyidinâ Mahdî führt.

 Und all das göttliche Wissen wird von ihm von Herz zu Herz gegeben; er gibt es allen Muriden, mehr als physisch, spirituell, und so fühlt ihr euch sehr reich an Spiritualität und Licht, selbst wenn ihr nicht die ganze Zeit bei ihm seid, denn seine Spiritualität ist in jedem Moment mit all seinen Muriden, wo immer sie auch sind. Und Großscheich pflegte zu sagen: Mein Sohn Maulânâ Scheich Nâzim hat die spirituelle Kraft, bei einem jeden der Nation Rasûlullâhs œ zu sein! Je nachdem wie viele – sind es Milliarden, so hat er Milliarden Spiritualitäten, die er überallhin verbreiten kann. Und das ist nicht einmal etwas sehr Spirituelles, nein! Ein jeder Awliyâ’ kann das tun – was ist da erst mit dem Sultan der Awliyâ’!
 Ein Murid lud Schâhu Naqschband im Ramadan (zum Fastenbrechen) ein. Er sagte: „Ich komme.“ Ein anderer lud ebenfalls ein, und er sagte ihm zu: „Ich komme.“ Mehr als hundert Muriden luden ihn alle am gleichen Tag ein, und er sagte zu allen: „Ich komme.“ Sein Schwiegersohn fragte ihn: „Wie willst du all diese Einladungen am gleichen Tag wahrnehmen?“, und er sagte: „Komm und du wirst es sehen.“ Dann, zu Maghreb, zum Fastenbrechen, fanden sie alle Schâhu Naqschband an ihre Türe klopfen und eintreten. Es waren mehr als hundert Muriden, und mehr als hundert Schâhu Naqschbands traten in die Häuser ein. So sind diese Awliyâ’! Sie habe eine so machtvolle Spiritualität, dass sie mit einem jeden sein können. Auch wenn du im Westen bist und er im Osten – er ist mit dir! Allah der Allmächtige bekleidet sie so mit dieser Kraft, einer göttlichen Kraft, und Er, der Allmächtige, sagt: „Einen jeden, der sich Mir durch die Sunna Rasûlullâhs nähert, durch die Liebe zu ihm, durch das, was empfohlen, aber nicht Pflicht ist, seine Sunnah“, was alle möglichen Nawâfil bedeutet: selbst nur einen Ring zu tragen ist Sunna, zwei Raka‘ât zu beten ist Sunna, einen Turban zu tragen ist Sunna – „einen jeden, der sich Allah dem Allmächtigen durch die Sunna Rasûlullâhs nähert“, so sagt Allah, „den liebe Ich. Und wenn Ich ihn liebe, dann bekleide Ich ihn: seine Augen mit Meinen Augen, seine Ohren mit Meinen Ohren, seine Zunge mit Meiner Zunge, seine Hand mit Meiner Hand. Ich werde ihn mit einem göttlichen Körper bekleiden, sodass, wenn er zu etwas sagt ‚Sei!‘, es ist!“ Und das sagt Allah der Allmächtige über Mu’mins, Gläubige, was ist da erst mit den Heiligen, und was ist mit dem Sultan der Heiligen! Was denkt ihr? Man kann es sich nicht vorstellen!
 Möge Allah uns vergeben und uns barmherzig sein und uns mit Vergebung und Segen bekleiden und uns zu aufrichtigen Dienern Allahs des Allmächtigen machen, aufrichtigen Dienern der Umma Rasûlullâhs œ, aufrichtigen Dienern von Maulânâ Scheich Nâzim, von Großscheich und allen Großscheichs und aufrichtigen Anhängern von Imâm Mahdî  .
Sheikh Adnan Kabbani






 

 
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